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Donnerstag, 02. Juli 2009

Besuch des LinuxTag 2009 - Fortsetzung "Car-2-X"

Von den ersten beiden Vorträgen habe ich bereits letzte Woche berichtet: http://www.espresto.org/blog/public/entry/besuch_des_linuxtag_2009

Die folgende Pause von 13:00 - 15:00 Uhr, ohne Vorträge - abgesehen von den Keynotes - nutzte ich um mich an den Ständen umzuschauen:

Das Fraunhofer Institut für Offene Kommunikationssysteme stellte Car-2-X in einer besonderen Ausprägung vor. 2 Car-2-X Einbaugeräte stellten beispielhaft je ein Fahrzeug dar: Eines ein Polizeifahrzeug und das andere einen normalen PKW. Beim PKW wurde auf dem Display dargestellt aus welcher Richtung der Polizeiwagen sich mit Blaulicht nähert. Die Geräte sind untereinander per Funk verbunden. (In Europa sind die Frequenzbänder zwischen 5.845 und 5.925 Megahertz festgelegt, um Autos die Kommunikation untereinander und Anwendungen wie Internet im Auto zu ermöglichen.)

Mit diesen Geräten können nun verschiedene Szenarien umgesetzt werden:

  • der Fahrer wird informiert und kann selbst handeln
  • der PKW wird automatisch gesteuert, z.b. gebremst

Die Car-2-Car Kommunikation finde ich unheimlich spannend, allerdings hatte ich am Stand ein paar Fragen:

Frage: Sind die Geräte schon einsatzfähig oder ist das alles Forschungsarbeit?
Antwort: Die grundlegenden Protokolle und Übertragungswege sind lange Zeit festgelegt und haben in diversen Testprojekten funktioniert. Die Geräte sind nicht Serie.

Frage: Wie werden denn gefälschte Nachrichten erkannt oder verhindert?
Antwort: Alles basiert auf signierten Nachrichten und jedes Gerät hat ein eigenes Zertifikat.

Frage: Das heißt die Geräte und damit die Fahrer sind überall eindeutig identifizierbar?
Antwort: Prinzipiell schon, es gibt aber Techniken, z.B. mit mehreren Zertifikaten, die zufällig genutzt werden, wenigstens etwas Privatsphäre zu erhalten.

Frage: Wie funktioniert das mit zurückgezogenen Zertifikaten, z.B. wenn ein Gerät abhanden kommt. Prüfen die empfangenen Geräte die Gültigkeit der Zertifikate.
Antwort: Nein, dafür müsste jedes Gerät bei der CA nachfragen ob denn das Zertifikat noch gültig ist - aber eigentlich müsste das gemacht werden.

(Die meisten Browser prüfen in der Standardeinstellung übrigens auch nicht ob ein Zertifikat noch gültig ist.)

Frage: Ist die Technik schon so ausgelegt, dass ich z.B. als Tourist mit meinem Auto im Ausland auch Nachrichten von den dortigen Systemen (z.B. Polizeiwagen) empfangen kann?
Antwort: Dafür müssten die Zertifizierungsstellen der Länder sich gegenseitig vertrauen bzw. eine übergeordnete Zertifizierungsstelle beauftragt werden. Das wird sicher noch eine Weile dauern.

Frage: Ohne diese Sicherheitsfunktionen wird es doch kaum möglich sein diese Technik einzuführen, oder?
Antwort: Das kann noch 6-8 Jahre dauern bis diese Technik serienreif ist.

Für Interessierte noch ein paar Links:

Freitag, 26. Juni 2009

Besuch des LinuxTag 2009

Am Donnerstag, den 25.06.2009 habe ich den LinuxTag 2009 und die IT-Profits besucht.

Etwas spät nahm ich in der ganz letzten Reihe beim Vortrag von Thorsten Frueauf Hochverfügbarkeit mit minimalem Cluster Platz. Seine Erläuterungen zu Grundlagen war nicht neu für mich, so dass ich Zeit hatte mein geborgtes Netbook mit Windows XP einzurichten. Ja, Windows XP, und ich schäme mich wirklich dafür, aber es war kein anderes Netbook/Notebook zur Hand. Immerhin hatte ich vorher daran gedacht mir die nötige WLAN-Sicherheitsausrüstung für Konferenzen vorzubereiten.

Meine Versuche Tweets loszuwerden konterte das identi.ca Webinterface leider abwechselnd mit 400er oder 500er Fehlermeldungen, so dass ich auf Twitter #linuxtag auswich.

Aber zurück zum Vortrag von Thorsten Frueauf: Gut besucht und mit praktischer Demo eines kleinen HA-Clusters bestehend aus Laptop mit OpenSolaris 2009.06 auf dem Virtualbox nochmal mit OpenSolaris 2009.06 lief. Er erwähnte besonders die neuen Netzwerk-Virtualisierungsfunktionen der OpenSolaris 2009.06 Version. Zum Abschluss wurde ein Fehlerfall, ein dreimaliger Ausfall des Apaches in kurzem Zeitraum, beispielhaft ausgelöst durch pkill httpd, vorgeführt. Wie erwartet wurde automatisch zum anderen Node gewechselt.

Der nächste Vortrag Linux-based High Performance Computing - Reloaded von Daniel Kobras enthielt eine Tortengrafik zu Verteilung der Software die in den meisten Top500 High Performance Computing Systemen steckt. Linux-basierte Systeme waren dort mit fast 90% verzeichnet. Das fand ich echt beeindruckend. Die nächste Zahl die mich beeindruckte war der Kaufpreis der Cray-I 1977: 7,9 Millionen US$. Wie überall wird viel Arbeit in die Verringerung des Energieverbrauchs gesteckt. Aus der Praxis erläuterte er die Verwendung von IPMI Shutdown und Start um unausgelastete Systeme zeitweise komplett auszuschalten.

Fortsetzung folgt.


Impressionen:
25062009(003) 25062009(006) 25062009(001)

Donnerstag, 11. Juni 2009

Freikarten für die IT Profits 2009

EsPresto ist dieses Jahr an beiden Tagen auf der IT Profits, der Fachmesse für IT, Internet und Kommunikation vom 24.06 - 25.06.2009 im ICC vertreten.
Interessenten mailen uns bitte Namen und Postanschrift an ITP09@espresto.com und erhalten - solange der Vorrat reicht - eine Freikarte. Mit dem Bestellen der Freikarte sind keinerlei Verpflichtungen verbunden - über ein Kennen lernen würden wir uns natürlich freuen!

Mehr Details entnehmen Sie bitte unserer Pressemitteilung